DUK Deutsch

Aus Jonas Notizen Webseite
Version vom 29. April 2020, 02:09 Uhr von Admin (Diskussion | Beiträge) (Visual Editor Test)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Kommunikationsarten

Ein-Weg-Kommunikation

Die Botschaft geht nur in eine Richtung - es gibt keinen Informationsaustausch und somit keine Möglichkeit, durch Rückfragen Unklarheiten zu bereinigen (Vergleich mit der Einbahnstraße).

Zwei-Weg-Kommunikation

Die Rollen des Senders und des Empfängers können beliebig getauscht werden. Beide können sofort auf die Information reagieren und Rückfragen stellen.

Typische Beispiele:

  • Persönliches Gespräch
  • Telefon
  • Chat

Mehr-Weg-Kommunikation

Der Informationsaustausch findet zwischen mehr als zwei Partnern statt. Jeder Teilnehmer ist sowohl Sender als auch Empfänger.

Typische Beispiele:

  • Diskussion
  • Gruppen-Chat

Kommunikations-ebenen

Jedes Gespräch findet auf zwei Ebenen statt:

Sachebene

Auf der Sachebene (Inhalts- oder Verstands-ebene) werden die sachlichen Informationen ausgetauscht.

"Wichtiger ist meist wie etwas gesagt wird, als was gesagt wird."

Beziehungsebene

Die Beziehungsebene ist untrennbar mit jeder Kommunikation verbunden und kann die Sachebene fördern oder behindern. Sie bestimmt, wie gut Vermittlung und Verstehen von Information funktionieren. Dabei spielen Elemente wie Blick, Gestik oder Mimik, Lautstärke, Tonfall usw. eine wichtige Rolle.

Nonverbal und Verbal

Noch eine Unterscheidung ist wichtig:

Verbale Kommunikation findet mithilfe von gesprochenen oder geschriebenen Worten statt. Typische Beispiele:

  • Gespräch
  • Brief
  • Zeitung
  • Chat

Nonverbale Kommunikation findet ohne Verwendung von Worten statt. Dabei verständigen wir uns mit Hilfe von körpersprachlichen Elementen. Typische Beispiele:

  • Gestik
  • Mimik
  • Blicke
  • Symbole


Körpersprache: Stumme Mittelungen des Körpers

Unser Körper sendet unbewusst stumme Signale, Mitteilungen und Botschaften aus, die vieles über unsere Empfindungen, Gefühle und Interessen "verraten" (=nonverbale Kommunikation). Dazu zählen:

  • Gestik
  • Mimik
  • Blicke
  • Körperhaltung
  • Tonfall
  • Abstand

Genau beobachtete und richtig gedeutete Körpersignale helfen uns, den Gesprächspartner besser zu verstehen und eventuell hinter seine "Maske" zu schauen.

Die Körpersprache hat größere Bedeutung als unsere Worte, weil sie Hinweise auf die Stimmung und Gedanken eines Menschen gibt.

ABER: Nur vorurteilsfreie Beobachtungen und viel Erfahrung schützen vor Fehldeutungen! Die Gefahr von Trugschlüssen kann nie ganz ausgeschlossen werden!!!

Kommunikationsstörungen

Kommunikation ist eine schwierige Angelegenheit, die viele Fehlerquellen enthält. Von gelungener Kommunikation können wir nur dann sprechen, wenn die empfangene Nachricht vollinhaltlich mit der gesendeten übereinstimmt. Doch wie oft trifft dies nicht oder nur teilweise zu?

Typische Fehlerquellen in der Kommunikation
verursacht durch den SENDER verursacht durch den EMPFÄNGER
Undeutliches sprechen Nicht richtiges zuhören
Sagt nicht all das, was er sagen wollte Versteht was anderes
Verwendet viele Fach/Fremdwörter Hört nur Teil-Informationen
Setzt gewisse Grundkenntnisse Voraus "Schaltet einfach ab"
Unterschiedlicher Wissensstand Hat zu viel Respekt/Angst
Die Kommunikation wird generell beeinträchtigt durch
zu laute Nebengeräusche
grundsätzlich andere Meinungen
starke Emotionen
unterschiedliche Ziele


Wie verhindere ich Kommunikationsstörungen

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, die Fehlerquellen zu reduzieren. Ganz verhindern werden wir derartige Probleme im Zwischenmenschlichen Kontakt allerdings nicht können. Aber ein Versuch ist es doch Wert, oder?


der SENDER kann: der EMPFÄNGER kann:
Feedback verlangen Rückfragen stellen
Sich gedanklich in den Zuhörer versetzen Ungeteilte Aufmerksamkeit schenken
Die Redetechnik verbessern Feedback geben
Sich Klar und Eindeutig ausdrücken Andere Meinungen akzeptieren
Visualisierungs-Hilfen geben Den Gesprächspartner ausreden lassen
Verständniss-Fragen stellen Sich nicht ablenken lassen
Ein Großteil unserer Kommunikation entfällt auf das Zuhören.

"Eh klar, machen wir doch tagtäglich!" Stimmt, zuhören ist jene Fähigkeit, die am meisten gebraucht wird, aber am wenigsten gelehrt wird. Mit der Kommunikationstechnik "AKTIVES ZUHÖREN" können wir testen, wie gut wir tatsächlich im Zuhören sind.
Aufgabe: Der Empfänger einer Botschaft beweist dem Sender, dass die Meldung nicht nur aufgenommen, sondern auch verstand wurde. Dies geschieht im Wiederholen des Gehörten mit eigenen Worten.

Zur Wiedergabe des Gehörten eigenen sich Satzanfänge wie:
   "Du meinst ..."
   "Wenn ich dich richtig verstanden habe, ..."
   "Also, du empfindest..."
   "Du hast gesagt..."


Feedback-Tipps

Feedback geben =

Ich gebe meine Rückmeldung möglichst sofort!
In der jeweiligen Situation und nicht erst, wenn sich Frust aufgestaut hat.
Ich kritisiere ein Verhalten, aber nie die Person!
Ich sage nicht: "Du bist unfähig..." oder "Immer machst du..." etc.
Ich statt man!
Ich bekenne mich zu meiner Meinung und sage nicht "Andere meinen ..." oder "Man sagt" etc.
Ich bin so konkret wie möglich!
Ich sage genau, was mich gestört hat. (Vermeide dabei Wörter wie "immer - nie - nur du")
Ich teile nur meine Wahrnehmung und Beobachtung mit!
Keine Beurteilungen, Vermutungen oder Interpretationen.
Ich sage, welches Gefühl ein Verhalten bei mir ausgelöst hat!
(Ärger, Zorn, Enttäuschung, Angst ...)
Ich gebe auch positives Feedback!
Mit ehrlich gemeintem Lob kann viel erreicht werden. Etwas Positives findet sich fast immer.
Ich gebe Feedback, wenn mein Gesprächspartner dazu bereit ist!
Ich verschiebe mein Feedback bei fehlender Aufnahmebereitschaft oder starker Erregtheit.

Auf Feedback reagieren

Ich höre ruhig zu und bleibe Fair.
Keine Gegenangriffe starten wie "Du hast doch auch schon ..." etc.
Ich rechtfertige und verteidige mich unmittelbar.
Ich höre mir an, welchen Eindruck mein Verhalten / meine Aussage hinterlassen hat. Wenn ich trotzdem reagieren will, verzichte ich auf umständliche Erklärungen.