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Inhaltsverzeichnis

Pferdestärke

Die Pferdestärke ist eine noch häufig anzutreffende, veraltete Einheit der Leistung. Als Einheitenzeichen wird PS verwendet. Im Internationalen Einheitensystem (SI-System) ist heute statt der Pferdestärke die Einheit Watt (nach James Watt) genormt.

Verwendung

Obwohl die Pferdestärke durch die Richtlinie 80/181/EWG in Deutschland seit 1978 keine offizielle gesetzliche Einheit im Messwesen mehr ist, wird sie vor allem bei Verbrennungskraftmaschinen, speziell bei Kraftfahrzeugen, immer noch verwendet. Durch die Richtlinie 2009/3/EG ist die zusätzliche Verwendung von PS weiterhin zulässig.

Umrechnung PS ↔ kW

1 PS = 75 m × kp/s = 0,73549875 kW

Für die übliche Umrechnung gilt:

  • 1 kW = 1,36 PS; 1 PS = 0,735 kW.

Für die Überschlagsrechnung gilt:

  • 1 kW = 4/3 PS; 1 PS = 3/4 kW.




Verbrennungsmotor

Animation eines Viertakt-Verbrennungsmotors, Ottomotor:
1. Ansaugen - Der Kolben saugt das Benzin-Luft-Gemisch vom Vergaser in den Zylinder.
2. Verdichten - Der Kolben presst das Gasgemisch zusammen.
3. Arbeiten - Der Funke einer Zündkerze entzündet das Gasgemisch, es verbrennt explosionsartig. Der Kolben wird nach unten gedrückt, das Gas verrichtet am Kolben Arbeit.
4. Ausstoßen - Der Kolben drückt die Verbrennungsgase aus dem Zylinder.

Quelle: Wikimedia

Ein Verbrennungsmotor ist eine Verbrennungskraftmaschine, wandelt also chemische Energie in mechanische Arbeit um. Dazu wird im Brennraum ein zündfähiges Gemisch aus Kraftstoff und Luft verbrannt. Kennzeichen der Verbrennungsmotoren ist die „innere Verbrennung“, also die Erzeugung der Verbrennungswärme im Motor. Die Wärmeausdehnung des so entstehenden Heißgases wird genutzt, um Kolben zu bewegen.

Grundsätzliche Funktionsweise

Bei allen Motoren mit innerer Verbrennung wird nach jedem Arbeitsspiel das beteiligte Gas gewechselt, also Abgas ausgestoßen und frisches Gemisch (Frischgas) zugeführt.

Moderne Motoren

Moderne Motoren verdichten das Gas zunächst, dann wird es bei hohem Druck verbrannt und wieder entspannt. Das Gas verrichtet mechanische Arbeit und kühlt sich dabei ab. Je nach Bau- und Funktionsweise des Motors werden diese Vorgänge unterschiedlich verwirklicht. Grundlegend für die Funktion als Motor ist, dass wegen der Verbrennung des Kraftstoff-Luft-Gemischs die Ausdehnung bei höherem Druck geschieht als das Verdichten.

Maximal Mögliche Wirkungsgrad

Der maximal mögliche Wirkungsgrad hängt von den Temperaturniveaus ab, auf dem die Verbrennungswärme zu- und abgeführt wird, und damit vom Verdichtungsverhältnis. Moderne Pkw-Ottomotoren erreichen im besten Arbeitspunkt (etwa in der Mitte des Drehzahlbandes und knapp unter der Volllastkurve) einen effektiven Wirkungsgrad von 40 %. Bei Dieselmotoren liegt dieser bei 43 %.

Zu berücksichtigen ist hierbei aber, dass der Wirkungsgrad im Teillastbereich sowie bei hohen Drehzahlen deutlich niedriger ist, was besonders deshalb von Bedeutung ist, da Kraftfahrzeuge vor allem im unteren Teillastbereich gefahren werden. Der durchschnittliche Wirkungsgrad eines Kfz liegt daher deutlich niedriger als die Maximalwerte. Crastan gibt z. B. für ein herkömmliches Fahrzeug mit Benzinmotor einen durchschnittlichen Wirkungsgrad von 20 % an.

Die mechanischen Verluste betragen ungefähr 10 % der Volllastleistung und sind fast nur von der Drehzahl abhängig, daher nimmt der mechanische Wirkungsgrad mit sinkender Last ab.




Der Auspuff

Bestandteile einer PKW-Abgasanlage (Ottomotor).
Quelle: www.sportauspuff-direkt.com

Die Abgasanlage eines Verbrennungsmotors im Kraftfahrzeug wird als Auspuff bezeichnet.

Auspuffanlage mit 2 Endschalldämpfern Quelle: Wikimedia

Aufgaben

Zwei Hauptaufgaben des Auspuffs sind die Ableitung der Verbrennungsabgase aus dem Fahrzeug und die Dämpfung der Druckstöße, die bei der explosionsartigen Verbrennung in den Brennräumen entstehen, um die Schallemission zu reduzieren.

Filter

Bei Kraftfahrzeugen ist als kompakte Abgasreinigungsanlage ein Katalysator üblich und in vielen Ländern verbindlich vorgeschrieben;
zudem haben alle neuen Diesel-Kfz einen Dieselpartikelfilter (auch Rußfilter genannt).

Abgasfarben

In der Regel sind die austretenden Abgase von Fahrzeugen farblos oder leicht grau-weiß. Je nach Motorzustand können jedoch die folgenden farblichen Anomalien auftreten:

  • Weißrauch: Treten aus dem Auspuff auffällig weiße Abgase aus, ist dies auf eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit im Brennraum des Fahrzeugs zurückzuführen. Während der Wintermonate ist diese Rauchfarbe bei einem Kaltstart häufig zu sehen. Bereits eine geringe Menge Kondenswasser reicht schon aus, um diesen Weißdampf zu erzeugen. Sobald das Fahrzeug seine Betriebstemperatur erreicht hat, treten die Abgase wieder im üblichen Farbton aus.
  • Schwarzrauch: diese Rauchfarbe deutet darauf hin, dass der Kraftstoff nicht vollständig verbrannt werden kann. Teile der darin enthaltenen Kohlenwasserstoffe werden deshalb als Ruß mit ausgestoßen.
  • Blauer Rauch: wird blauer Rauch aus dem Auspuff ausgestoßen, ist Öl in den Brennraum gelangt. In diesem Falle sollte das Fahrzeug abgestellt und eine Werkstatt aufgesucht werden, um weitere Schäden des Motors zu vermeiden.


Einteilung (viel technisches!)

Zugunsten der Übersichtlichkeit werden Sonderfälle hier nicht betrachtet.

Nach dem Arbeitsverfahren

Viertaktverfahren (Viertaktmotor)

Jeder der vier Arbeitsschritte läuft während eines Taktes ab. Mit Takt ist in diesem Fall ein Kolbenhub gemeint, das heißt eine vollständige Aufwärts- oder Abwärtsbewegung des Kolbens.

  • Während eines Arbeitszyklus mit vier Takten dreht sich die Kurbelwelle also zweimal.

Zweitaktverfahren (Zweitaktmotor)

Auch beim Zweitaktverfahren laufen alle vier Arbeitsschritte ab, aber während zweier Kolbenhüben (= Takte).
Dies ist möglich, weil ein Teil des Ansaugens und der Verdichtung (das Vorverdichten) außerhalb des Zylinders stattfindet, und zwar im Kurbelgehäuse unter dem Kolben oder in einem Lader.

  • Die Kurbelwelle dreht sich während eines Arbeitszyklus nur einmal.
  • Der Gaswechsel ist offen, das heißt, es kommt zu einer partiellen Durchmischung von Frischgas und Abgas.

Compoundmotor (Verbundmaschine)

Im Compoundmotor erfolgen Kompression und Expansion der Gase stufenweise. Dazu hat der Compoundmotor zwei Verbrennungszylinder und einen dem Vorkomprimieren und Ausstoßen der Gase dienenden Mittelzylinder, dessen Kolben doppeltwirkend ist.

  1. Der Kolben im Mittelzylinder saugt die Verbrennungsluft auf seiner Unterseite beim Aufwärtsgang an und komprimiert sie im Abwärtsgang.
  2. Die komprimierte Luft wird in einen der Verbrennungszylinder geleitet, wo sie weiter komprimiert wird.
  3. Ist der Kolben des Verbrennungszylinders kurz vor dem oberen Totpunkt angekommen, wird der Kraftstoff eingeblasen.
  4. Der Kraftstoff verbrennt und durch die expandierenden Gase wird der Kolben nach unten gedrückt.
  5. In seinem Aufwärtsgang schiebt der Kolben die Gase nun aber nicht in den Auspuff, sondern zurück in den Mittelzylinder, aber auf die Oberseite.
  6. Die weiter expandierenden Gase schieben den Kolben dadurch nach unten, wodurch er die bereits angesaugte Luft vorkomprimiert; beim Aufwärtsgang des Kolbens werden die Gase dann ausgestoßen.
  7. Die Arbeitsspiele des Motors haben zu diesem Zeitpunkt bereits von neuem begonnen.

Der Mittelzylinder arbeitet im Zweitakt, während die Verbrennungszylinder im Viertakt arbeiten. Deshalb sind für einen Mittelzylinder zwei Verbrennungszylinder erforderlich.


Nach dem Bewegungsablauf


Nach dem Gemischbildungsverfahren

Zum effektiven Betrieb ist das optimale Verbrennungsluftverhältnis des Kraftstoff-Luft-Gemisches erforderlich.

  • Die Gemischbildung kann beim Dieselmotor nur innerhalb, beim Ottomotor auch außerhalb des Zylinders stattfinden.


Nach dem Zündverfahren

Fremdzündung, entweder gesteuert oder ungesteuert als Glühzündung (zB. Modellbau)

Die Fremdzündung ist das Merkmal des Ottomotors. Dabei wird das Entzünden des Kraftstoff/Luft-Gemischs durch eine Zündkerze eingeleitet, optimal kurz vor dem oberen Totpunkt. Glühzündermotoren finden heute vorwiegend im Modellbau Verwendung.

Selbstzündung (zB. Diesel)

Die Selbstzündung ist das Merkmal des Dieselmotors. Dabei wird zuerst reine Luft stark verdichtet und dadurch erhitzt. Kurz vor dem oberen Totpunkt (OT) wird der Dieselkraftstoff eingespritzt, der sich durch die Hitze von selbst entzündet.

kontrollierte Selbstzündung oder homogene Kompressionszündung (HCCI)

Die kontrollierte Selbstzündung wird derzeit für verschiedene Verbrennungsmotoren entwickelt. Die Gemischbildung soll intern aber früh erfolgen, damit das Gemisch bis zur Zündung gut durchmischt (homogen) ist. Dadurch werden bessere Emissionswerte erreicht.


Nach dem Brennverfahren

Das Brennverfahren bzw. Verbrennungsverfahren bezeichnet bei Verbrennungsmotoren den Ablauf, mit dem die Verbrennung des Brennstoffs im Motor erfolgt.


Nach der Füllungsart


Nach dem Kühlverfahren

  • Flüssigkeitskühlung
  • Luftkühlung
  • Ölkühlung
  • Kombinationen aus Luft-/Ölkühlung (SAME)
  • Stickstoffkühlung


Nach dem Grad der Schnelläufigkeit

Ein Schnellläufer bezeichnet einen Motor, dessen Nenndrehzahl besonders hoch ist.
In früheren Jahren wurde der Grad der Schnelläufigkeit aufgrund der Kolbengeschwindigkeit, später vermehrt durch die Drehzahl bestimmt. Bei Großmotoren (Schiffe, Bahn, Stromerzeuger) unterscheidet man drei Klassen:

  • Langsamläufer bis 300/min, die im Zweitaktverfahren arbeiten und für Schweröl tauglich sind
  • Mittelschnellläufer zwischen 300 und 1200/min, die überwiegend schweröltaugliche Viertaktmotoren sind
  • Schnellläufer ab 1000/min als Viertakter, die für Schweröl nicht mehr geeignet sind.

Nach weiteren Definitionen gibt es

  • Mittelläufer bis 2000/min für Boots- und Binnenschiffsmotoren, Hilfsaggregate und ähnliches
  • Schnellläufer über 2000/min als Otto- und Dieselmotoren für Fahrzeuge


Nach Bauformen und Anzahl der Zylinder

Abhängig von der Anzahl der Zylinder werden/wurden Otto- und Dieselmotoren bzw. Viertakt- und Zweitakt-Motoren gebaut als:

  • Einzylindermotor (1)
  • Reihenmotor (2/Parallel-Twin, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 12, 14)
  • U-Motor (4, 12, 16)
  • V-Motor (2, 4, 6, 8, 10, 12, 16, 20, 24)
  • VR-Motor (5, 6, 8, 12, 16)
  • W-Motor (3, 8, 12, 16, 18, 24)
  • Boxermotor (2, 4, 6, 8, 12)
  • H-Motor (16, 24, 40)
  • Sternmotor (3, 5, 7, 9, 11)
  • Y-Motor (3, 6, 12, 18, 24)
  • X-Motor (16, 24)
  • Reihensternmotor (6×2=12, 4×3=12, 6×4=24, 4×5=20, 2×6=12, 4×6=24, 5×6=30, 6×6=36, 3×7=21, 4×7=28, 4×9=36, 7×6=42, 7×8=56)
  • Mehrfachsternmotor (2×7=14, 2×9=18, 4×7=28)
  • Umlaufmotor (1, 2, 4, 5, 7, 9, 14)
  • Gegenkolbenmotor (fast nur Zweitaktdiesel), z. B. Junkers Jumo 205 (zwei Kurbelwellen), Napier Deltic (drei Kurbelwellen im Dreieck angeordnet)
  • Taumelscheibenmotor (nur Vier-Takt)

Die fettgedruckten Bauformen und Zylinderzahlen sind heute in Kraftfahrzeugen gebräuchlich.

Kraftstoffarten

Bestand an Personenkraftwagen nach Kraftstoffarten in Deutschland
Kraftstoffart (zum 1. Jan.) Benzin Diesel Flüssiggas (LPG) (einschl. bivalent) Erdgas (CNG) (einschl. bivalent) Elektro Hybrid sonstige Kraftstoff- arten Gesamt Pkw
2005 36.264.661 9.071.611 13.051 21.571 2.038 2.150 444 45.375.526
2006 35.918.697 10.091.290 40.585 30.554 1.931 5.971 1.275 46.090.303
2007 35.594.333 10.819.760 98.370 42.759 1.790 11.275 1.370 46.569.657
2008 30.905.204 10.045.903 162.041 50.614 1.436 17.307 1.089 41.183.594
2009 30.639.015 10.290.288 306.402 60.744 1.452 22.330 940 41.321.171
2010 30.449.617 10.817.769 369.430 68.515 1.588 28.862 1.846 41.737.627
2011 30.487.578 11.266.644 418.659 71.519 2.307 37.256 17.600 42.301.563
2012 30.452.019 11.891.375 456.252 74.853 4.541 47.642 965 42.927.647
2013 30.206.472 12.578.950 494.777 76.284 7.114 64.995 2.532 43.431.124
2014 29.956.296 13.215.190 500.867 79.065 12.156 85.575 2.081 43.851.230
2015 29.837.614 13.861.404 494.148 81.423 18.948 107.754 1.833 44.403.124
2016 29.825.223 14.532.426 475.711 80.300 25.502 130.365 1.682 45.071.209
2017 29.978.635 15.089.392 448.025 77.187 34.022 165.405 10.894 45.803.560
2018 30.451.268 15.225.296 421.283 75.459 53.861 236.710 10.717 46.474.594

Ab 1. Januar 2008 nur noch angemeldete Fahrzeuge ohne vorübergehende Stilllegungen/Außerbetriebsetzungen.

Benzin vs Diesel

Quellen der Texte: wirkaufendeinauto.at: Diesel oder Benziner

Im Jahr 2018 waren fast 7 Millionen PKW in Österreich zugelassen. Circa 56 Prozent davon waren Dieselfahrzeuge. Das liegt nicht zuletzt an der robusten Bauweise und dem niedrigen Dieselpreis.

Heute verbraucht ein Dieselfahrzeug im Vergleich zu einem Benziner circa 20 Prozent weniger Kraftstoff. Dies liegt in der Beschaffenheit des Diesels. Er besteht aus langkettigen Kohlenstoffverbindungen, die einen höheren Energiegehalt haben als Benzin. In den letzten Jahren hat der Dieselmotor immer wieder technische Weiterentwicklungen erfahren. Ein moderner Dieselmotor ist in der Herstellung doppelt so teuer wie ein Benziner.

Vor- und Nachteile

Vor- und Nachteile[1]
Vorteile eines Dieselmotors Vorteile eines Benziners
Geringerer Verbrauch als ein Benziner Geringeres Leistungsgewicht
Niedrigere Spritpreise Sportliches Fahren durch größeren nutzbaren Drehzahlbereich möglich
Großes Drehmoment Geringerer Ausstoß schädlicher Abgase
Günstigere Anschaffungskosten*
  • Alle neuen Dieselfahrzeuge werden nun mit modernen Partikelfiltern oder anderen Zusatzsystemen ausgerüstet. Deshalb sind Neuwagen mit Dieselmotoren meist auch teurer als Benziner.

Sowohl Benzin als auch Diesel werden aus Rohöl hergestellt. Die längeren Kohlenstoffketten des Diesels enthalten zwar mehr Energie, produzieren dafür aber auch bei der Verbrennung mehr Treibhausgas als Benzin, weshalb der Einbau der teuren Partikelfilter notwendig wird. Ein weiterer Vorteil vom Benziner ist das geringere Leistungsgewicht, welches das Verhältnis des Gewichtes zur Höchstleistung eines Autos beschreibt.

Dieselautos sind keine guten Stadtautos

Da Dieselfahrzeuge mit Rußpartikelfiltern ausgestattet sind und sich diese innerorts schon nach wenigen hundert Kilometern mit Asche und Ruß zusetzen, eignen sie sich weniger als reine Stadtautos. Die Selbstreinigung des Filters beginnt erst ab einer Temperatur von 600 Grad – im Stadtverkehr werden allerdings meist nur etwa 200 Grad erreicht, weshalb es hier durchaus zum Leistungsverlust und Defekt kommt.

  • Wer ein Dieselfahrzeug hat, sollte also unbedingt häufiger Autobahn fahren.

Allerdings sind permanente Kurzstrecken für kein Fahrzeug auf Dauer gut. Der Auspuff eines Kurzstreckenfahrzeugs rostet zum Beispiel schneller als der eines Autos, das ab und zu lange Strecken fährt. Hier setzt sich das Kondenswasser aus dem Motor ab, welches nicht verdampft, da die Temperatur nicht hoch genug ist.

KFZ-Steuer

Anders als in Deutschland werden Dieselfahrzeuge gegenüber Benzinern nicht stärker versteuert. Die Mineralölsteuer ist im Dieselpreis mit inbegriffen und wird somit direkt beim Tanken bezahlt.

Die Höhe der Autoversicherung richtet sich unter anderem nach dem Fahrzeugtyp. Dieselfahrzeuge sind in der Versicherung meist etwas teurer, da sie aufgrund der Langstreckennutzung mehr Kilometer im Jahr fahren und daher ein erhöhtes Unfallrisiko haben. Sie werden in der Versicherung höher eingestuft als Benzinfahrzeuge.




Alternative Antriebstechniken

Hybridantrieb

Hybridelektrokraftfahrzeug

Elektroantrieb

Batterien






Sicherheit

Anti-Blockier-System (ABS)

Elektronisches Stabilitäts-Programm (ESP)

Airbag





Aufbau und Form

Zu den wesentlichen Bestandteilen des Automobils gehören das Fahrwerk mit Fahrgestell und anderen Teilen, ferner Karosserie, Motor, Getriebe und Innenraum.

Die Technik der Fahrzeuge müssen Ingenieure und Designer in eine funktionale, ergonomische und ästhetische Form bringen, die die Markenwerte des Herstellers vermittelt und Emotionen weckt.
Beim Kauf eines Autos ist das Fahrzeugdesign heute eines der wichtigsten Entscheidungskriterien.


Materalien

Europäische Pkw bestehen zu über 54 % aus Stahl, die Hälfte davon hochfeste Stahlgüten.

Ein Auto mit einem Leergewicht von einer Tonne besteht aus ca. 600 kg Stahl, 10 kg Gusseisen und 90 kg Aluminium.

Aus Eisen wird Stahl

Reines Eisen ist sehr weich und deshalb für den Fahrzeugbau ungeeignet. Durch den Entzug von Kohlenstoff bei der Verhüttung wird es gehärtet und zu Stählen mit unterschiedlicher Festigkeit verarbeitet.

Vorteile von Stahl

Stahl ist der wichtigste Werkstoff im Automobilbau und wird es auch noch lange Zeit bleiben.

  • Stahl besitzt eine große Vielfalt von technischen Eigenschaften, die speziell für Anwendungen in Karosserie, Fahrwerk usw. maßgeschneidert werden.
  • Stahl hat sehr gute Verarbeitungseigenschaften, ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis und gute Recyclingmöglichkeiten.


Leichtbaukonzepte sind gefragt

Um die gesteckten Ziele bezüglich Verbrauch und CO2-Emissionen zu erreichen, werden die Verbrennungsmotoren optimiert und die Autos müssen leichter werden.

  • 100 Kilogramm weniger Fahrzeuggewicht verringern den Treibstoffverbrauch um ca. 0, 6 Liter/100 km.

Diesen Bemühungen zur Gewichtsverminderung stehen steigende Sicherheits- und Komfortansprüche und eine zunehmende Anzahl Elektronikkomponenten gegenüber, die ganzheitliche Maßnahmen zur Verringe-rung des Fahrzeuggewichts fordern.

Tailored Blanks

Eine wesentliche Grundlage für das Verringern des Bauteilgewichts und somit des Treibstoffverbrauchs, sind Stähle mit höherer Festigkeit, die gegenüber konventionellen Qualitäten eine Verringerung der Blechdicke bei gleich bleibender Strukturfestigkeit und verbessertem Crashverhalten aufweisen.

Der Anteil solcher geschweißter Platinen oder „Tailored Blanks“ liegt bei aktuellen Fahrzeugen gegen 50%. „Tailored Blanks“ werden aus Feinblechen unterschiedlicher Festigkeitseigenschaften und Materialdicken, je nach Betriebsbeanspruchung, zu Komponenten der Automobilkarosserie zusammengefügt.

  • Dadurch werden Material- und Gewichtsein-sparungen bis zu 20% erzielt.


Magnesium wieder endeckt

Nebst dem zukunftsträchtigen Aluminium wurde im Automobilbau Magnesium wieder entdeckt. Dieses Metall (mit der Dichte 1.74 kg/dm3) ist

  • ein Drittel leichter als Aluminium und
  • um 77 Prozent leichter als Stahl.

Es wurde bereits in vielen Fahrzeugen für die Herstellung von Motor- und Getriebegehäusen verwendet.

Designtrends von 1930 bis Heute

Wikipedia bietet hierzu eine große Auflistung von Designtrends ab den 1930'ern, inklusive duzenter Bilder von Autos und Beschreibungen.







Lack

Begriffsdefinition

Lack ist ein flüssiger oder auch pulverförmiger Beschichtungsstoff, der dünn auf Gegenstände aufgetragen wird und durch chemische oder physikalische Vorgänge (zum Beispiel Verdampfen des Lösungsmittels) zu einem durchgehenden, festen Film aufgebaut wird.

Bestandteile

Lacke bestehen in der Regel aus Bindemitteln wie Harze, Dispersionen oder Emulsionen, Füllstoffen, Pigmenten, Lösemitteln, und Additiven, wie Biozide (Topf-Konservierer).



Hauptaufgaben

Die drei Hauptaufgaben von Lacken sind:

  • Protektion (schützende Wirkung, wie Schutzanstrich mit Kombination aus Grundierung und Decklack, Schutzlacke),
  • Dekoration (optische Wirkung, bestimmter Farbeffekt) und
  • Funktion (besondere Oberflächeneigenschaften, veränderte elektrische Leitfähigkeit).

Der Autolack hat, technisch betrachtet, hauptsächlich die Aufgabe, das Blech von Fahrzeugen vor Korrosion zu schützen.

Schätzungen zufolge wurden im Jahr 2007 weltweit etwa 28 Milliarden Liter Lack im Wert von 82 Milliarden Euro (92 Mil. USD) produziert.



Aufbau: Autolack

Visualisierte Ansicht der verschiedenen Schichten eines Autolacks.
Quelle: allianz-autowelt.de Quelle des Bildes: kratzer-entfernen-lackdicke.png, Benutzt im Beitrag: Kratzer Entfernen

(Eine detailiertere Beschreibung findet man imer Artikel der Englisch-sprachigen Wikipedia zum gleichen Thema: Automotive Paint - Processes and Coatings)

Der klassische Aufbau des Lacks sieht so aus:

Serienlackierung

Hier wird die erste Schicht in Brennkammern bei ca. 160 °C ausgehärtet.

  1. Vorbehandlung (Preparation): Die Karosserie wird in verschiedene Phosphatsalzlösungen besprüht und getaucht. Es bildet sich eine kristalline Metall-Phosphat-Schicht.
  2. Grundierung (Primer): Auf das nackte Blech wird eine Korrosionsschutz-Grundierung aufgetragen, die zu einer sehr guten Haftung mit dem Blech führt und damit Korrosion verhindert oder zumindest verlangsamt. Durch elektrolytische Abscheidung können auch unzugängliche Ecken zuverlässig grundiert werden. (→ KTL-Harze)
    1. Es dient als Richtmaschine, was wichtig ist, da die Kabine nach der Herstellung im Karosseriebau häufig Markierungen und andere Formen von Oberflächenfehlern aufweist. Durch die Kompensation dieser Fehler entsteht eine glattere Oberfläche und damit ein besseres Endprodukt.
    2. Es schützt das Fahrzeug vor Korrosion, Wärmeunterschieden, Stößen, Steinschlägen, UV-Licht usw.
    3. Es erleichtert das Auftragen, da die Farben leichter auf der Oberfläche haften. Mit einem Primer können unterschiedlichste Farben eingesetzt werden.
  3. Füller: Der Füller hat die Aufgabe, Unebenheiten im Untergrund „aufzufüllen“, damit diese nicht anschließend in der sehr dünnen Decklackierung sichtbar werden. Der Füller wird nach dem Trocknen absolut glatt geschliffen. In den letzten Jahren setzen sich immer stärker Grundierfüller durch, die den Korrosionsschutz und die Füllaufgabe in einem Produkt vereinen. (→ Alkydharze)
  4. Basislack (Base Coat): Die farbgebende Schicht, heute in der Regel wasserlöslich und häufig mit Effektpigmenten z. B. Metallic, Perleffekt, farbwechselnden Effekten je nach Lichteinfall etc. versehen.
    1. Feste Farben haben außer der Farbe keine Scheineffekte. Dies ist die am einfachsten aufzutragende Farbe und die am häufigsten verwendete Farbe für schwere Transportfahrzeuge, Baumaschinen und Flugzeuge. Es wird auch häufig für Autos, Lastwagen und Motorräder verwendet. Klarlack wurde erst in den frühen 90er Jahren auf Volltonfarben verwendet.
    2. Metallic-Lacke enthalten Aluminiumflocken, um einen funkelnden und körnigen Effekt zu erzielen, der allgemein als Metallic-Look bezeichnet wird. Diese Farbe ist aufgrund der zu berücksichtigenden zusätzlichen Abmessungen schwieriger zu handhaben als feste Farben.
    3. Perlglanzfarben enthalten spezielle irisierende Pigmente, die üblicherweise als "Perlen" bezeichnet werden. Perlmuttpigmente verleihen dem Finish einen farbigen Glanz, der Farbtiefe erzeugt.
  5. Klarlack (Clearcoat): Wird als letzte Schicht aufgetragen und schützt den gesamten Aufbau gegen mechanische, chemische und umweltbedingte Belastungen. (→ Acryl-Harze)


Reparaturlackierung

Für die Grundierung (#2) werden hier Typen verwendet, die bei normaler Umgebungstemperatur aushärten.



Typen und Formen

Moderne Autolacke werden in mehreren Schichten mit einer Gesamtdicke von ca. 100 µm (0,1 mm) aufgetragen.

Auftragungs-Möglichkeiten

Innovationen finden auch in der Lackindustrie statt. Heutzutage gibt es Autolacke in flüssiger Form, Sprayform und Pulverform:

  • Flüssigkeit: In der Regel Polyurethanfarben. Kompressor ist erforderlich, um anzuwenden.
  • Spray: Dies ist dasselbe wie das Parfüm in der Sprühflasche. Gemacht für Heimwerker.
  • Pulver oder Additiv: Pulverlacke werden nach dem Einmischen von Farbverdünner aufgetragen.

Abnehmbar und Nicht abnehmbar

  • Abnehmbar: Diese Art von Farben werden hergestellt, um dem Fahrzeug ein individuelles Aussehen zu verleihen.
  • Nicht abnehmbar: Geeignet für Ausbesserungen und Lackierungen von Fahrzeugen.


Geschichte

(Wichtige Ausschnitte aus Wikipedia: Lack - Geschichte)

Industriezeitalter

BMW Werk Leipzig - Lackiererei.
Quelle: Wikimedia (bmw-werk-leipzig.de)

Bis zum Beginn des Industriezeitalters diente der Lack zur farblichen Verschönerung von Gegenständen. Im Industriezeitalter kam den Lacken zunehmend auch eine Schutzfunktion zur Werterhaltung von Gegenständen und Gebäuden zu. Es wurden Anlagen für eine industrielle Lackierung errichtet, die die mühsame manuelle Arbeit mit dem Pinsel überflüssig machte. Durch Gießen, Walzen und Tauchen konnten Gegenstände sehr gleichmäßig lackiert werden.

Dispersionsfarben

1934 wurden die ersten Dispersionsfarben auf Basis eines Bindemittels, das als Dispersion vorliegt, hergestellt.

Umweltaspekt

In jüngerer Vergangenheit bekam der Umweltaspekt eine immer größere Bedeutung. Der Anteil an organischen Lösemitteln lag früher (1960–1970) in Lacken um 50 % − 70 %, mitunter wurden gesundheitsschädliche Lösemittel, wie chlorierte organische Verbindungen oder sogar Benzol verwendet. In den 1970er und 1980er Jahren wurden die gesundheitsschädlichen Lösemittel in Lackformulierungen ersetzt und der Lösemittelanteil verringert. 1983 verpflichteten sich die deutschen Lackhersteller zur Reduktion von flüchtigen organischen Verbindungen und schwermetallhaltigen Pigmenten wie Bleichromat in Lackrezepturen. 1985 kamen die ersten emissions- und lösemittelarmen Dispersionsfarben, mit bis zu 10 % organischen Lösemitteln, auf den Markt. Im Vergleich dazu haben Naturharz-, Kunstharz- und Alkydharzlacke bis zu 60 % Lösemittelanteil.

1996 wurde mit dem sogenannten Pulver-Slurry ein in Wasser aufgeschlämmter Pulverlack eingeführt. 1999 wurden Lacke mit Selbstreinigungseffekt entwickelt.






Reperaturen

Smart Repair für kleinere Angelegenheiten

(Der ADAC bietet einen guten und informativen Artikel zum Thema "Smart-Repair", indem alle Typen des Smart-Repairs erklärt werden, was die Risiken sind und wie viel solch eine Reperatur im Normalfall kostet.)


Smart Repair ist ein Sammelbegriff für Reparaturmethoden, die zur Beseitigung von Kleinschäden an Kraftfahrzeugen zum Einsatz kommen. Die Kosten solcher Reparaturen sind geringer als bei herkömmlichen Verfahren. Die Abkürzung SMART steht für Small Middle Area Repair Technologies, also Reparaturtechniken für kleine bis mittelgroße Bereiche.

Beispiele:

  • Kunststoffreparaturen mit Nachbildung der ursprünglichen Oberflächenstruktur, z. B. bei Brandflecken oder Bohrlöchern im Armaturenbrett
  • Herausdrücken bzw. Herausziehen von Dellen in Blechen mit Spezialwerkzeugen (Lackschadenfreie Ausbeultechnik)
  • Lackreparatur mittels Spot-Repair
  • Polsterreparatur mit möglichst guter Nachbildung der ursprünglichen Farbgebung
  • Glasreparatur, z. B. bei Steinschlägen außerhalb des Hauptsichtfelds der Windschutzscheibe


Lackschäden

Kratzer selbst entfernen oder zum Profi damit?

Kleine, feine Kratzer sind das eine, tiefe Schrammen das andere. Da hängt mal ein Ast zu weit in die Einfahrt, und schon ist der Lack bis zum Blech oder zum Füller beschädigt. Dann hilft es meist nicht mehr, den Kratzer selbst zu entfernen. Jetzt sollten Sie den Wagen für eine Neulackierung in die Werkstatt bringen.

Warum sollte ich Kratzer überhaupt entfernen lassen?

Leider sind Kratzer nicht immer nur ein Schönheitsfehler, der sonst nicht weiter stört. Kratzer sind häufig die Ursache dafür, dass das Auto zu rosten beginnt. Vor allem wenn ein Kratzer bis auf das Blech geht, fängt die Stelle irgendwann unweigerlich zu rosten an. Die Folge ist, dass Wasser ins Auto eindringen kann und Sie möglicherweise mit Feuchtigkeit im Auto zu kämpfen haben.


Spot Repair

Spot-Repair ist eine Smart-Repair-Methode für Lackschäden an Fahrzeugen.

Kleine bis mittlere Lackschäden an der Karosserie werden punktuell (Punkt = engl. Spot) ausgebessert – meist ohne Demontage der betreffenden Teile direkt am Fahrzeug. Spezielle Mischsysteme erlauben die größtmögliche Annäherung an die Originalfarbe. Ziel des Spot-Repair ist eine möglichst perfekte Instandsetzung mit minimalem Aufwand.

Es gibt allerdings Grenzen. Es wird ein keilförmiger Übergang von der neuen zur alten Lackschicht hergestellt. Dieser Übergang läuft also auf "0" aus. Es besteht die Gefahr, dass der Lackfilm bei Polierarbeiten abreißt und eine sichtbare Kante erscheint.

Wann Spot Repair in Frage kommt

Allerdings kommt Smart Repair nur infrage bei

  • kürzeren Kratzern (nicht länger als 15 Zentimeter)
  • Kratzern, die nicht in liegenden Flächen, wie Motorhaube oder Dach, sind
  • Lack, der noch „farbecht“ und nicht bereits verwittert ist

Nur für kurze Dauer wirksam!

Wenn Sie einen lang anhaltenden Effekt möchten, ist Smart Repair nicht die richtige Lösung: Durch die weiche Oberfläche des verwendeten Füllers ist die Reparatur eher kosmetisch. Spätestens nach ein paar Wochen wird der Schaden wieder sichtbar.






Crashtest

Momentaufnahme der Durchführung eines "National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) Front Crash-Test" für das 2006er-Modell des "Honda Ridgeline".
Quelle: Wikimedia
National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) Frontal-Schrägaufpralltest der Honda Ridgeline 2017; Ein 15-Grad-Frontalcrashtest mit 35% Überlappung bei 56 MPH. Diese spezielle Testreihe dient zur Beurteilung von zwei verschiedenen Barrieretypen.
Quelle: Wikimedia

Ein Crashtest ist ein Kollisionsversuch von Fahrzeugen unter realistischen kontrollierten Bedingungen. Solche Tests sind vor allem in der Automobilindustrie bei der Entwicklung von Fahrzeugen und Sicherheitssystemen üblich.

Sie dienen dazu, Erkenntnisse über das Verhalten eines Fahrzeuges, seiner Insassen oder der Ladung bei unterschiedlichen Crashkonfigurationen zu gewinnen.

  • Das Ergebnis ist entweder die Bestätigung der gewünschten Fahrzeugsicherheit oder die Aufdeckung von Schwachstellen, die noch behoben werden müssen.

Pflicht für die Zulassing in Deutschland & co. (ABG)

Für die nationale Typgenehmigung von Fahrzeugen in Deutschland, speziell für die Allgemeine Bauartgenehmigung (ABG), ist heutzutage der Nachweis des Vorhandenseins eines Qualitätssicherungssystems auf Seiten des Herstellers obligatorisch (durch ein Gesetz o. Ä. vorgeschrieben, verbindlich). Der damit verbundene Vollzug der Qualitätssicherung beinhaltet indirekt die Durchführung von Crashtests durch den Hersteller.

Andere Länder

Da Fahrzeughersteller im Allgemeinen bestrebt sind, sich größere Märkte für ihre Fahrzeuge zu erschließen, tritt in der Regel zu den hiesigen gesetzlichen Bestimmungen eine Vielzahl weiterer Vorschriften hinzu, etwa die Empfehlungen der United Nations Economic Commission for Europe (UNECE), Transport Division, die sich in EU-Richtlinien niederschlagen, und anderer Institutionen.
In den USA liegen andere Typgenehmigungsbestimmungen und ein separates Regelwerk für Fahrzeugsicherheit (siehe FMVSS u. a.) vor, welches sich von anderen Teilen der Welt (insbesondere Europa) unterscheidet, sodass hiesige Hersteller üblicherweise ihre Modelle in den USA gesonderte Crashtests absolvieren lassen, falls sie beabsichtigen, diese dort zu vermarkten.

Geldeinbusen & Computersimulationen

Ein Crashtest führt fast immer zur Zerstörung des untersuchten Fahrzeugs – oft sogar bei teuren Prototypen. Wenn die Möglichkeit besteht, werden diese Tests daher durch Computersimulationen ersetzt (siehe Finite-Elemente-Methode). Manchmal werden auch keine vollständigen Fahrzeuge verwendet, sondern nur relevante Teilbereiche.

Zur Simulation von Fahrzeuginsassen werden so genannte "Dummys" eingesetzt.

herstellerunabhängiges Crashtestprogramm

Ein in Europa verbreitetes herstellerunabhängiges Crashtestprogramm ist Euro NCAP. Die Abkürzung steht für „European New Car Assessment Program“.
Wikipedia bietet hierzu eine Auflistung der durchzuführenden Tests die bestanden werden müssen, um ein Zertifikat dieses Programms zu erhalten. Das einzigste was man wissen muss: Ab 2009 wurden die Anforderungen noch-einmals erhöht.





Klimatisierung von Fahrzeugen

Klimaanlagen sollen die Luft im Fahrzeuginnenraum in einen angenehmen Temperatur- und Feuchtebereich bringen bzw. halten.

Die Klimatisierung von Fahrzeugen kann durch mehrere Maßnahmen erreicht werden: Einleitung von Fahrtwind, Lüftungsanlagen, Fahrzeugheizung und/oder Klimaanlagen.

Allgemeines

Dazu kann Außenluft auf dem Weg in den Fahrzeuginnenbereich gefiltert, mit Innenluft vermischt, gekühlt und erwärmt werden. Die letzten beiden Stufen können zum Entzug von Feuchtigkeit dienen, was speziell in den kühlen Jahreszeiten hilft, von innen beschlagene Scheiben zu vermeiden.

  • Diese Funktion dient, neben dem Komfort, einer besseren Sicht und damit der Verkehrssicherheit.

Oftmals ist ausschließlich die Funktion „kühlen“ der Klimaanlage zugeordnet. Kann eine Anlage nicht aktiv kühlen, wird sie im Fahrzeug als Heizung bezeichnet.
Heute gehören Klimaanlagen oft zur Basisausstattung vieler Fahrzeuge oder sind als Ausstattungsoption erhältlich.


Klimasysteme

Taster mit Funktionsbeleuchtung und Drehsteller zum Einstellen der Luftmenge und Temperatur einer Klimaanlage (BMW)Quelle: Wikimedia

manuellen Einstellung VS Klimaautomatik

Käufer können meist zwischen zwei Klimasystemen wählen: der manuell regelbaren Klimaanlage und der selbstregelnden Klimaautomatik.

  • Bei der manuellen Variante kühlt die Anlage nur in der jeweils eingestellten Stufe. Kühlt der Fahrzeuginnenraum nun im Betrieb zu weit ab, muss manuell nachjustiert werden. Auch können wechselnde Umgebungsverhältnisse (z. B. Tunnelfahrt oder sich ändernde Sonnenstrahlung) eine manuelle Anpassung der Kühlstufe erforderlich machen.
  • Bei der Klimaautomatik hingegen stellt der Bediener die gewünschte Temperatur ein, und die Technik sorgt (z. B. mit Hilfe von Temperatursensoren im Innenraum) für das Erreichen und das Beibehalten dieser Temperatur durch automatische Regelung der Kühlleistung. Detektieren Sensoren eine Abweichung von der eingestellten Temperatur, wird die Kälteleistung automatisch angepasst.

Durch die Funktionsart arbeitet eine Klimaautomatik meist effizienter, was zu einer Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs führt: Nur die jeweils erforderliche Leistung wird von der Anlage abgerufen, der (häufig) unnötige Dauerbetrieb wird vermieden.

Fahrzeuge mit Klimaautomatik verfügen heute meist auch über eine Außentemperaturanzeige mit Frostwarner. Der von Fahrtwind, Motorabwärme und direkter Sonneneinstrahlung entkoppelt verbaute Temperatursensor versorgt auch die Klimaanlagensteuerung mit der Außentemperatur.

  • Aus der Differenz zwischen der einstellbaren Sollkabinentemperatur (meist +16 °C bis +30 °C) und der gemessenen Außentemperatur wird automatisch zwischen Heiz- und Kühlbetrieb umgeschaltet sowie auch die anzufordernde Heiz- und Kälteleistung bestimmt.

Moderne Klimaanlagen regeln neben der Innenraumtemperatur auch die Luftmenge (durch automatische Wahl der Gebläsestufe) und die Luftverteilung (durch Ansteuern der verschiedenen Luftauslässe im Fußbereich, Personenanströmer oder die der Fensterscheibe).

Sonnenstandssensor

Einige Anlagen nutzen für eine verbesserte Regelung einen Sonnenstandssensor (auch: Solarsensor). Dieser ermittelt Einstrahlrichtung und -stärke der Sonnenstrahlung und führt zu einer Abkühlung der betroffenen Seite des Fahrzeugs oder des gesamten Fahrzeuginnenraums, um den Wärmeeintrag durch die Sonne zu kompensieren.

Umluftfunktion

Manche Fahrzeuge besitzen eine automatische Umluftfunktion, die bei schlechter Außenluft aktiviert wird oder schalten bei Einlegen des Rückwärtsgangs vorübergehend auf Umluftbetrieb, um das Ansaugen der eigenen Abgase zu vermeiden.


Funktion

Eine Kompressionsklimaanlage funktioniert wie ein Kühlschrank: Eine verdampfende Flüssigkeit erzeugt Verdampfungskälte (ähnlich der Verdunstungskälte) oder ein expandierendes Gas erzeugt Expansionskälte. Mit diesem kontinuierlich erzeugten Kühlungsprozess wird über einen Wärmetauscher das Sekundärmedium Innenraumluft abgekühlt.

Im Alltagsgebrauch ist dieser Effekt bspw. beim Leeren einer Sprühdose erlebbar, wobei die entstehende Verdampfungskälte des Treibmittels der Sprühdose Wärme entzieht und diese dadurch abkühlt. Dieser Effekt wird in der Klimaanlage mit Hilfe eines Kältemittels (innerhalb eines geschlossenen Systems) kontinuierlich erzeugt. Das danach gasförmige bzw. ausgedehnte Kältemittel muss im Kreislauf wieder komprimiert und verflüssigt werden, wobei Hitze entsteht (mehr als der Kühlleistung im Innenraum entspricht; siehe Wärmepumpe). Diese Hitze wird vom Innenraum ferngehalten und an die Außenluft abgegeben.

Kraftstoffmehrverbrauch

Der Mehrverbrauch ist von der Geschwindigkeit weitgehend unabhängig und liegt bei sachgemäßer, nicht verbrauchsoptimierter Benutzung bei in Deutschland üblichen Außentemperaturen zwischen 0,2 und 0,5 l pro Stunde.

Verbrauchsoptimierte Benutzung von Fahrzeugklimaanlagen

Klimaanlagen verursachen Betriebskosten für Kraftstoff und Werkstattkosten für Kühlmittelersatz und Verdichterwellenverschleiß. Die Verwendung der Klimaanlage sollte diese Faktoren gering halten. Nur tatsächlich notwendiger Kühlbedarf sollte erzeugt und jedes Verschwenden vermieden werden.

Bereits beim Parken sollte ein Platz bevorzugt werden, der vor dem beabsichtigten Fahrtantritt einige Zeit im Schatten liegt.

Einmal aufgestaute Hitze im Fahrzeug sollte zunächst über offene Türen und Fenster entlassen werden. Das kann auch durch das Luftgebläse erfolgen, integrierte Standheizungen nennen diese Möglichkeit auch „Standlüftung“. Erst danach sollte die Klimaanlage eingeschaltet werden. Moderne Klimaautomatiken können einige dieser Schritte automatisch übernehmen (Spülbetrieb).

Während des Betriebs sollten selbstverständlich auch weder Fenster noch Schiebedach oder gar Verdeck bzw. Hardtop offen sein, da sonst warme „Falschluft“ eindringen würde. Türen sind, wie beim Kühlschrank, möglichst selten und nur kurz zu öffnen. Vor unvermeidbaren externen Unterhaltungen ist vorzugsweise auszusteigen.

Fehlbedienung durch fehlangepasste Einstellung

Wird eine sehr niedrige Sollkabinentemperatur (z. B. 16 °C) und nur schwacher Luftstrom eingestellt, wird nicht nur die Kabine, sondern unverhältnismäßig stark auch der Raum hinter dem Armaturenbrett gekühlt. Dabei kühlt sich der Verdampfer im Gebläsekasten stark ab, ohne dass diese Kälte angemessen in die Kabine befördert wird. Die Kälte wirkt stattdessen durch Wärmeleitung und Konvektion auf die benachbarten Bauelemente, den Motorraum sowie nach außen. Diese Einstellung führt zu erhöhtem Treibstoffverbrauch und Lagerverschleiß trotz nur mäßiger Kühlleistung in der Kabine.

Fehlbedienung durch langfristig abgeschaltete Klimaanlage

Viele Nutzer glauben, mit einer ständig abgeschalteten Klimaanlage Betriebskosten sparen zu können (Kälte über Kompressor und Motor aus Kraftstoff).
Langfristig führt die Nichtbenutzung zu Schäden an der Anlage: Der Klimaanlagenkompressor wird auch bei abgeschalteter Anlage per Riemen vom Verbrennungsmotor angetrieben und lediglich drucklos gehalten.

  • Ist die Anlage nun nie aktiv, können die Lager der Verdichterwelle zu wenig Schmierung erhalten, dadurch langfristig undicht werden und dann ständig Kältemittel verlieren.
  • Anschließende Abdichtung und Kühlmittelnachfüllung sind sehr teuer.

Selbst im Winter

Auch im Winter sollte die Klimaanlage daher nicht ständig abgeschaltet bleiben: Stattdessen empfiehlt sich die Einstellung einer Solltemperatur, die über der gemessenen Außentemperatur liegt.
Dabei wird die Steuerung zunächst ebenfalls keine Kälte anfordern und den Kompressor vorwiegend ohne Mehrverbrauch leer mitlaufen lassen. Da die Anlage nicht fest abgeschaltet ist, sollte die Steuerung zur Niedrighaltung der Pannenquote geeignete Gegenmaßnahmen wie z. B. einen entsprechenden „Pumpenkick“ veranlassen. Dabei wird in erforderlichen Mindestintervallen kurzzeitig Kälte angefordert, um die Verdichterwellenlager zu schmieren.

Wirkung

Komfort und Sicherheit

Ehemals als verzichtbarer Luxus abgetan, erlebten Kfz-Klimaanlagen in Deutschland ab den 1980er Jahren einen regelrechten Boom. Bei hohen Temperaturen die Konzentration des Fahrers erheblich abnehmen.

Heute gehört die Klimaanlage im Pkw oft zur Standardausstattung und sorgt nicht nur für kühle, sondern auch für saubere Luft im Innenraum durch einen entsprechenden Filter (sog. Kabinenluftfilter).

Erkältungen durch Betrieb von Klimaanlagen

Die traditionelle und immer noch weit verbreitete Annahme, Erkältungen würden regelmäßig allein durch Kälte – im wissenschaftlichen Sinne von Wärmeentzug als pathophysiologischer Mechanismus – beziehungsweise Kälteverursacher oder -formen wie beispielsweise Zugluft, Nässe oder Unterkühlung verursacht, ist nicht korrekt.

Beim Betrieb einer Klimaanlage wird meist der einströmenden Luft Feuchtigkeit entzogen. Daher neigen die Schleimhäute im Hals-Nasen- und Rachenraum eher dazu, auszutrocknen. Auf den ausgetrockneten Schleimhäuten können sich leichter Bakterien ansiedeln, die einen viralen Infekt begünstigen können.

  • Daher sollte man bei klimatisierten Fahrzeugen auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.
  • Darüber hinaus ist eine regelmäßige Desinfektion und ein Filtertausch im Rahmen der Wartung einer Klimaanlage empfehlenswert.

Wartung

Die Anlage sollte etwa alle zwei bis vier Jahre auf etwaige Verluste an Kältemittel überprüft werden; spätestens aber, wenn die Kühlleistung nachlässt. Beim Öffnen der Anlage empfiehlt sich der Tausch des Trocknerfilters.

Unterschiede zu Haushaltskühl- und Gefriergeräten

Haushaltskühl- und Gefriergeräte unterscheiden sich von Fahrzeugklimaanlagen in folgenden Punkten:

  • Der Kompressor läuft ohne „Winterleerlauf“, also regelmäßig bei Kälteanforderungen.
  • Die Einzelkomponenten sind kompakt und relativ gut zugänglich verbaut.
  • Sie sind nicht mit einem weiteren teuren Gebrauchsgegenstand (hier: dem Fahrzeug) fest verbunden.
  • Da Abdichtung und Nachfüllen des separaten Geräts weitaus teurer als ein Neukauf sind, gilt Kühlmittelschwund hier als wirtschaftlicher Totalschaden.





Kombiinstrument

Kombiinstrument im Fiat Punto 176 mit Kontrollleuchten.
Quelle: Wikimedia
Hochauflösendes digitales Armaturenbrett eines Mercedes-Benz S-Klasse (Baureihe 222) S63 AMG.
Quelle: Wikimedia

Als Kombi-Instrument (Abkürzung für Kombinationsinstrument, englisch Instrument Cluster) bezeichnet man den Instrumentenblock in Kraftfahrzeugen, der aus dem Zusammenfügen von

besteht.

Technik der Kombiinstrumente

Während dies früher mechanische Anzeigen und später elektrische Anzeigen waren, sind es heute meistens Kleincomputer. Mit der Einführung von Mikroprozessoren und Mikrocontrollern wurden (grafikfähige) LC-Displays möglich. Als neueste Anzeigemöglichkeit kam das Head-Up-Display hinzu, das um 1980 erstmals im Cockpit von Flugzeugen auftauchte. Zur besseren Ablesbarkeit gibt es weiterhin Zeigerinstrumente, die jedoch von prozessorgesteuerten Schrittmotoren angetrieben werden. Als Steuergerät ist das Kombiinstrument am CAN-Bus des Fahrzeugs angebunden

Dies erfolgt, um die notwendigen Informationen zur Anzeige von den angeschlossenen Steuergeräten wie zB. Motorsteuerung, Antiblockiersystem (ABS) und Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) einzusammeln.

Funktionen

Funktionen, die oft vom Kombiinstrument übernommen werden, sind

  • Anzeige der Uhrzeit,
  • Anzeige der Außentemperatur –, oft verbunden mit Eiswarnung,
  • Abstandswarnung mit grafischer Anzeige,
  • Bordcomputer-Funktionalität,
  • beim Tachometer Ansteuerung des Fahrtenschreibers (Tachograph),
  • Ölstandsanzeige,
  • Teilnahme an der Implementierung der Wegfahrsperre sowie
  • Auswertung der Informationen zu Motorbelastung und Fahrstrecke (in einfacheren Ausführungen nur Letzteres), um den Fahrer auf eine fällige KFZ-Inspektion hinzuweisen.

Neben Display und Kontrollleuchten gibt es meist auch akustische Ausgabemöglichkeiten, beispielsweise für Warntöne oder als hörbare Rückmeldung der Blinkerfunktion.

Diese Möglichkeiten variieren sehr von einem Kfz-Hersteller zum nächsten sowie über die Ausstattungsvarianten innerhalb einer Modellreihe von einfacher Grund- bis zur Komfortversion.






Mittelkonsole

Armaturenbrett und Mittelkonsole eines Bentley Continental GT.
Quelle: Wikimedia
Sony-Autoradio mit ISO-Normgröße 50 mm in einem Toyota Corolla (E110).
Quelle: Wikimedia

Als Mittelkonsole bezeichnet man den Teil des Armaturenbrettes im Automobil, der etwa in Kniehöhe zwischen den beiden vorderen Fußräumen anfängt und sich bis zur Position der Armlehne zwischen den Vordersitzen erstreckt.

Oftmals beinhaltet dieser Bereich den Wählhebel.
Die Mittelkonsole kann außerdem eine Armlehne für Fahrer und Beifahrer beinhalten.
Auf der vertikalen Ebene wird die Mittelkonsole für Komfort-Bedien- und Anzeigeelemente benutzt (Lüftung/Klimaanlage, Autoradio, Navigationssystem).
Oft weist die Mittelkonsole auch kleinere Staufächer, Getränkehalter und Zigarettenanzünder auf. In modernen Autos sind die Zigarettenanzünder meist mit einer 12 Volt Bordspannungssteckdose versehen.


Bordspannungssteckdose

Eine Bordspannungssteckdose, auch als Automobilsteckdose bezeichnet, ist eine Steckdose zum Anschluss an ein Bordnetz, zum Beispiel im Auto, Motorrad (jeweils 6 oder 12 Volt Gleichspannung) oder LKW (24 Volt). Im Auto wurde sie meist für Zigarettenanzünder genutzt, heute vorwiegend zur Stromversorgung von Kleingeräten.

Zigarettenanzünder

Ein Zigarettenanzünder ist üblicherweise in einem Kraftfahrzeug eingebaut und dient zum Anzünden von Zigaretten. Er besteht aus einer Bordspannungssteckdose und dem eigentlichen Anzünder (Einsatz), der in dieser Buchse verweilt. Dabei liegt der Pluspol in der Mitte, das Gehäuse (bzw. die seitlichen Kontakte) ist mit der Fahrzeugmasse verbunden.

Beim Drücken eines Knopfes an der Rückseite des Anzünders wird eine Metallspirale durch elektrischen Strom zum Glühen gebracht, die dann zum Anzünden von beispielsweise Zigaretten verwendet werden kann.


Umlagerung der Funktionen in das Infotainmentsystem

Nachdem die Mittelkonsole lange Zeit von separaten Systemen wie Radio und der Lüftung dominiert wurde, wird sie in modernen Fahrzeugen immer mehr von integrierten Infotainmentsystemen belegt:
Die bisher einzelnen Schalt- und Funktionselemente werden zusammengefasst und mittels eines zentralen Bedien- (z. B. iDrive) und Anzeigeelementes (Flüssigkristallanzeige) bedient.

  • Vorteil: die Bedienung der Systeme ist einheitlicher und lässt sich besser vernetzen,
  • Nachteil: einzelne Komponenten lassen sich nicht austauschen oder nachrüsten.






Boardcomputer

Der Bordcomputer eines VW Golf VI zeigt Uhrzeit, Radiosender und Außentemperatur an.
Quelle: Wikimedia

Unter dem Begriff Bordcomputer (engl. body computer module, kurz BCM; auch Multifunktionsanzeige, Fahrten- oder Reiserechner, Fahrerinformationssystem) versteht man bei Kraftfahrzeugen ein Anzeigegerät, mit dem verschiedene Informationen abgefragt werden können.
Die Informationen werden in der Regel

dargestellt.

Funktionen

Im Gegensatz zum Infotainmentsystem zeigt der Bordcomputer primär Fahrtdaten-Bezogene Informationen an. Darunter zählen zum Beispiel:

  • Durchschnittsverbrauch
  • Serviceintervalle
  • Ölstand/Temperatur
  • Reifendruck
  • Batteriekontrolle
  • Angurtungshinweis
  • Momentaner Verbrauch
  • Durchschnittsgeschwindigkeit
  • Momentane Geschwindigkeit
  • Verbleibende Reichweite mit der vorhandenen Tankfüllung
  • Restkraftstoffmenge/Tankmeldung
  • Fahrzeit
  • Außen- und Innentemperatur
  • Datum/Uhrzeit
  • Diagnosemeldungen bei Fehlern und Defekten

Mittlerweile sind Informationen wie zum Beispiel Radiosender (RDS), Uhrzeit und Datum, Telefonfreisprechanlage, Klimaanlagenfunktionen etc. mit im Bordcomputer abruf- und bedienbar. Auch sind früher eigenständige Anzeigen wie Kontrollelemente (zum Beispiel Informationen bzgl. Motorölstand, Bremsverschleiß) oder eine Serviceanzeige heute oft in den Bordcomputer integriert.

In gehobenen Ausstattungslinien kann das Display des Bordcomputers auch Navigationsinformationen (Globales Navigationssatellitensystem, kurz GNSS) darstellen. Weiterhin sind auch Abstandswarner und ähnliche Funktionen verfügbar.


Bordcomputer als zentraler Knoten der Fahrzeugelektrik

Früher

Bei älteren Fahrzeugen beschränkte sich der Bordcomputer meist nur auf die Funktionen des Kraftstoffverbrauchs und Ähnliches. Seine Elektronik befand sich meist mit im Gehäuse des Kombiinstruments. Er war nur im geringen Umfang mit anderen Steuergeräten wie der Motorsteuerung oder dem ABS verknüpft.
Dagegen ist bei Fahrzeugen ab dem Jahre 2000/2003 eine immer weiter gehende Verknüpfung mit anderen Fahrzeugsystemen vorhanden.

Dadurch wird der Bordcomputer zur zentralen Leitstelle für das Fahrzeug.

  • Alle anderen Steuergeräte (ABS/ESP, Airbag, Motorsteuerung etc.) sind mit ihm verbunden und übertragen per CAN-Bus permanent ihren Funktionszustand und eventuelle Störungen an den Aktoren und Sensoren des jeweiligen Steuergeräts.

Wenn, beispielsweise, das ABS-Steuergerät den Fehler „Raddrehzahlsensor vorn rechts defekt“ feststellt, wird dieser Fehler erst an den Zentralrechner weitergegeben und dann dem Fahrer auf einem Display und durch Kontrolllampen auf dem Kombiinstrument angezeigt.

Beispiel-Ablauf

Bei einem Fiat Stilo z. B. ist der Bordcomputer auch mit anderen Unterknoten verbunden: Türrechner, Knotenpunkt für den Fahrgastbereich und Heckteil. So wird bei diesem Fahrzeug beim Drücken des Schalters für die Heckscheibenheizung das Signal vom Taster erst an den Body Computer geleitet, von da aus ein Relais für die Heckscheibenheizung geschaltet und gleichzeitig ein Signal an den Türrechner in der Fahrertür gegeben, welcher die Außenspiegelheizung aktiviert.

Auch die gesamte Beleuchtung liegt mit auf dem Bordcomputer. So sind im Fiat Stilo zum Beispiel keine Schalter für die Innenraumbeleuchtung mehr vorhanden, sondern nur noch Mikrotaster, die einen Beleuchtungswunsch ans Steuergerät melden und von da aus auch mit Strom versorgt werden. Der Beleuchtungswunsch kann aber auch ignoriert werden, falls keine Zündung an ist (das gilt nur für die einzeln einschaltbaren Leselampen im Heckbereich, welche aber im Verbund gesehen wieder die ganze Innenbeleuchtung sind).

Vor- und Nachteile eines zentralen Bordrechners

Vorteile und Nachteile eines zentralen Bordrechners
Vorteil Nachteil
Einfache Vernetzung unterschiedlicher Systeme (= universell), ohne für jedes System eigene Leitungen zum Kombiinstrument zu führen. Störungen in diesem Rechner können sich im gesamten Fahrzeugsystem ausbreiten.
Zentrale Verknüpfung aller Daten. Ein defekter Zentralrechner kann die Störungssuche behindern und sehr teuer machen.
Bessere Konfigurierbarkeit durch den Fahrer. Am Fiat Stilo gesehen, kann man per Zentralverriegelung nur die Fahrertür öffnen lassen oder alle Türen und dabei den Taster der Heckklappe ignorieren. Auch einzelne nicht für die Fahrsicherheit relevante Fehler können unerwünschte Nebenfehler erzeugen. So kann zum Beispiel beim Stilo eine durchgebrannte Lampe des Zigarettenanzünders zu unerwünschten Spannungen auf der Beleuchtungsleitung für den Aschenbecher sorgen.
Nachträglicher Einbau von Zubehör (Tempomat etc.) ist leichter möglich, wenn das Fahrzeug bereits vorgerüstet ist und nur noch der Hebel fehlt und diese Funktion nur noch im Kombiinstrument/Zentralrechner aktiviert werden muss. Viel mehr Kabel notwendig, daher höheres Gewicht. Sprich, wenn man seitenabhängig Lampen selbst im abgeschalteten Zustand überwachen möchte, müssen diese mit dem Zentralrechner auch einzeln verbunden sein. Eine Parallelschaltung mit dem Zentralrechner ist da nicht mehr möglich, da ja auch die Seite des Ausfalls lokalisiert werden muss.
Stromsparendes arbeiten. Je nachdem, womit der Rechner verbunden ist, kann die Beleuchtung bis ins kleinste Detail gesteuert werden. Die Handschuhfachbeleuchtung ist beispielsweise nicht für immer an, wenn man den Kasten nicht richtig zugemacht hat, während bei alten Fahrzeugen ein Kontakt anzeigte, ob das Licht an ist, und das so lang brannte, bis die Batterie leer war, entscheidet hier der „Body Computer“ und schaltet nach einigen Minuten automatisch die Lampe(n) ab.
Lampenausfälle leichter lokalisierbar. Da für die meisten Lampen eine eigene Leitung besteht, kann der Zentralrechner auch eine Meldung an das Display im Kombiinstrument senden, wo dann angezeigt wird, ob ein Bremslicht defekt ist und wenn ja, auf welcher Seite.






Infotainmentsystem

Infotainmentsystem eines 2006 Porsche Cayenne 4.5 Turbo S.
Quelle: Wikipedia

Ein Infotainmentsystem bezeichnet bei Kraftfahrzeugen, speziell PKW, die Zusammenführung von Autoradio, Navigationssystem, Freisprecheinrichtung, Fahrerassistenzsysteme und weiterer Funktionen in einer zentralen Bedieneinheit. Der Begriff Infotainment ist ein Kofferwort aus Information und Entertainment (Unterhaltung).

Abgrenzung zum Boardcomputer

Die Abgrenzung zum Bordcomputer ist unscharf. Während der Bordcomputer meist im Kombiinstrument integriert ist und primär Fahrtdaten anzeigt, befindet sich der größere Bildschirm des Infotainmentsystems in der Fahrzeugmitte. Das System kann dadurch auch vom Beifahrer bedient werden.

Verbreitung

Infotainmentsysteme werden etwa seit dem Jahr 2000 für Fahrzeuge der Oberklasse und oberen Mittelklasse angeboten. Inzwischen halten sie auch in niedrigeren Fahrzeugkategorien Einzug. Da die Systeme eng mit der Automobilelektronik und der Innenausstattung verbunden sind, werden sie von den Herstellern individuell für ihre Modelle angeboten und mit eigenen Bezeichnungen vermarktet.

Komponenten

Haupteinheit (Head Unit)

Auf den Hauptplatinen der Haupteinheit (Head Unit) finden sich wie in einem PC (Personal Computer) SDRAM-Bausteine und eine CPU.

Hinzu kommen DSPs oder ein FPGA für Audioaufbereitung, MP3-Decodierung und Grafikberechnung für 2D-Effekte. Für die Navigation ist oftmals ein GPS-Empfänger eingebaut.

Das Tachometer und andere Komponenten sind über den CAN-Bus angebunden, weitere Audio-Komponenten wie CD-Wechsler und Verstärker werden über den MOST-Bus oder Ethernet erreicht.

Betriebssystem

Das Betriebssystem ist meist eines der etablierten Anbieter im Industrieelektronikbereich (→ eingebettetes System) wie QNX oder VxWorks.
Immer häufiger wird auch ein plattformunabhängiges Service-Framework (OSGi, auf Java-Basis) verwendet, um hersteller- und modellübergreifend die einfache Verwaltung und Aktualisierung der Software zu ermöglichen.


Bildschirm (Display)

Ein Flachbildschirm (engl. „Display“) in der Mittelkonsole ersetzt unter anderem die Anzeigen für Radio, Klimaanlage und Navigation. Manche Head Units haben auch einen zweiten Bildschirm im Kombiinstrument sowie ein Head-up-Display für den Fahrer.

Rear Seat Entertainment

Einige Head Units steuern weitere Bildschirme in den Rückenlehnen von Fahrer und Beifahrer an, die meist der Unterhaltung der Fondpassagiere durch die Anzeige von Videoquellen dienen (engl. „Rear Seat Entertainment“).


Bedienungselemente

Bedienelemente am Lenkrad eines Golf VII.
Quelle: Wikimedia

Die Bedienung des Systems erfolgt auf unterschiedliche Weise. Üblicherweise gibt es mehrfach belegte Tasten und Drehknöpfe in der Nähe des Bildschirms. Hinzu kommen je nach System

Viele Hersteller verfolgen einheitlich ein Fernbedienungskonzept. Das bedeutet, dass die Bedienelemente räumlich vom Bildschirm abgesetzt auf der Mittelkonsole angeordnet werden. Diese Trennung erlaubt es, den Bildschirm in einem günstigen Blickbereich nahe der Frontscheibe anzuordnen und die Bedienelemente in einem leicht erreichbaren Greifraum zu positionieren.

Da bei vielen Oberklassewagen eine Fülle an möglicher Ausstattung zur Verfügung steht, wird der Fahrer mit einer wachsenden Anzahl von Knöpfen und Schaltern konfrontiert. Durch die Verwendung einer zentralen Anzeige- und Bedieneinheit entfallen diese, die Funktionen werden über ein einziges menübasiertes System gesteuert.


Laufwerke und Schnittstellen

Für die Kartendaten des Navigationssystems und Firmware-Aktualisierungen verfügt das System über verschiedene Schnittstellen. Außerdem können über die Schnittstellen auch Musikdaten (mp3) eingelesen werden.
Beispiele für separate Funktionseinheiten:


Funktionen

Grundfunktionen fast aller Infotainmentsysteme sind

Darüber hinaus werden mittlerweile angeboten


Aktualisierung

Vergleich verschiedener Infotainmentsystem verschiedenster Hersteller

(Auf YouTube gibt es einige Videos über die bekanntesten mit dessen vor/nachteilen, und auf Wikipedia oder anderen Portalen sicher detailiertere Einträge mit Funktionsumfängen etc.)

Android Auto





Das Problem mit den Navi (-Updates)

Allein in Deutschland ändern sich pro Jahr bis zu 15 Prozent der Straßendaten. Ampelkreuzungen werden in Kreisverkehre umgewandelt, ganze Strecken kommen neu hinzu oder sind für den Durchgangsverkehr gesperrt. Autofahrer sollten daher spätestens nach jeweils zwei Jahren für Updates sorgen, Vielfahrer sogar öfter. [2]


Teure Updates bei Autoherstellern

Wenn das fest eingebaute Navi zur kleinen Kostenfalle wird: Autobauer wie Ford, Opel, Porsche oder Renault bieten keine kostenlosen Karten-Updates.
Mercedes, Audi oder VW nur in begrenzter Zahl - und es gibt noch einen weiteren Nachteil gegenüber mobilen Geräten.

Welcher Autohersteller bietet, wenn überhaupt, wie lange kostenlose Updates?

Wie die Zeitschrift „Auto Straßenverkehr“ (Ausgabe 16/2014) dokumentiert, ergeben sich je nach Autohersteller dabei große Unterschiede. So böten zum Beispiel die Marken

  • Fiat,
  • Ford,
  • Honda,
  • Mitsubishi,
  • Nissan,
  • Opel,
  • Porsche und
  • Renault

keinerlei Gratis-Updates an.

Bei

  • Kia[3] gebe es frisches Kartenmaterial ohne Aufpreis dagegen innerhalb von 7 Jahren nach Neuwagenkauf, bei
  • Hyundai[4][5] beträgt die Frist 5 Jahre, bei
  • VW [6], Mercedes [7] und Toyota[8][9] laut Bericht in der Regel 3.

Preis-Unterschiede gegenüber mobilen Geräten

Auch gegenüber mobilen Navigationsgeräten ergeben sich Unterschiede:

  • So bietet Hersteller TomTom der Zeitschrift zufolge Europamaterial für rund 70 Euro an - inklusive Karten-Updates. Anders als bei einigen Autoherstellern gibt es die Straßendaten bei den Geräteproduzenten im eigenen Online-Shop.
  • Bei den Autobauern liegen allein die Updates nach Ablauf der jeweiligen Fristen bei bis zu 300 Euro (Europakarte). Viel Geld für einen Service, der oft nicht aktuell ist (Siehe unten).
    • Beispiel: Auf der Seite von Mercedes Benz zum Thema NAvigations-Updates[10] kostet das Paket für "Ganz Europa für 3 Jahre ab Aktivierung" an sich, je nach System, 139 bis 185 Euro. Hinzu kommen jedoch noch Kosten durch Einbau, Durchführung des Updates oder benötigte Zusatzteile entstehen, da das Update durch einen Mercedes-Benz Partner in der Nähe durchgeführt werden sollte.

Aktualisierungs-Zyklen im Vergleich zu mobilen Geräten

Auch bei der Aktualisierung gibt es vor allem für Vielfahrer laut „Auto Straßenverkehr“ Nachteile bei fest verbauten Geräten. Während viele Autohersteller ihr Kartenmaterial nur ein- oder zweimal im Jahr aktualisierten, geschehe dies bei Garmin und TomTom viermal jährlich.



Überzeugt das Smartphone-Navi?

Vor 20 Jahren als Luxus-Extra in der automobile Oberklasse gestartet, hat sich die Navigation inzwischen zur Gratisfunktion auf jedem Smartphone hinabdemokratisiert. Zu spüren bekommen dies hauptsächlich Hersteller der einst so beliebten Saugnapf-Lotsen – sie kämpfen seit Jahren mit sinkenden Verkaufszahlen. Kein Wunder, dass sich inzwischen bis auf Garmin und TomTom alle relevanten Anbieter vom Markt verabschiedet haben. Aber auch der Druck auf die Autohersteller wächst, die immer noch sehr hohe Aufpreise für ihre Navigationssysteme verlangen.

Smartphone-Navigation ab 0 Euro

Okay, das mit den null Euro ist gelogen, ein Handy plus Vertrag kostet natürlich Geld. Doch wer ohnehin ein Smartphone mit Daten-Flatrate besitzt, für den stellen Navi-Apps kostenlose Alternativen dar. Alternativen, die in vielen Punkten selbst teure Ab-Werk-Lotsen abledern, wie der Test von Google Maps samt Online-Staudaten auf einem Samsung Galaxy und dem Kartendienst mit HD-Traffic von TomTom auf dem iPhone zeigt.

Vollgepackt mit Features

Nach dem Druck auf die Sprachtaste nahmen die Smartphones selbst uneindeutige Zielwünsche entgegen ("Zeig mir den Weg zum nächsten Baumarkt") und erkannten konkrete Adressen mit einer sehr hohen Trefferquote. Die App "Google Maps", zum Beispiel, sendet Sprachaufnahmen nämlich auf externe Server, wo sie dechiffriert und als Text zurückgeschickt werden - ohne großen Rechenaufwand vom Smartphone selbst zu verlangen.

Steht das Ziel fest, schlagen die Smartphones mehrere Alternativrouten mit Fahrstrecke und geschätzter Ankunftszeit vor. Die Prognosen fielen dabei sehr präzise aus, da die Fahrzeit auf Basis von Echtzeit-Verkehrsdaten berechnet wird. Dank permanenter Online-Anbindung klappte die Aktualisierung der Verkehrslage auch während der Fahrt problemlos. Selbst die Qualität der eingebauten GPS-Antennen – früher ein Schwachpunkt vieler Handys – ist inzwischen auf beeindruckendem Niveau. Nach Tunnel- oder Tiefgaragenausfahrten war die Ortung binnen Sekunden wiederhergestellt.

Ausland und Roaming

Für denjenigen der eine Fahrt ins Ausland vornehmen will, ohne auf den Roaming-Gebühren der Internet-Abhängingen Karte sitzen zu bleiben, gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Bei der am weitest-verbreiteten App "Google Maps" lassen sich vom Nutzer ausgewählte Teile der Weltkarte auf das Smartphone herunterladen, damit sie auch Offline Verfügbar sind. Eine Anleitung dazu findet man hier
  • In Android's Play Store gibt es auch andere Kartendienste, die speziell für den Offline-Gebrauch gedacht sind. Bei diesen Diensten kann man ganze Länder, Kontinente oder sogar die ganze Welt (mit genügen Speicherplatz) Offline herunterladen. Die bekannteste von Ihnen ist "Offline Maps & Navigation"
    • Natürlich muss man auch bei diesen Diensten nicht auf die Features die zB. "Google Maps" bietet verzichten - manche bieten sogar ggf. noch mehr.

Natürlich muss man auch bei den Offline-Varianten nicht auf die oben-genannten Features wie zB. humanoide Sprachgeführte GPS-Navigation, verschiedene Ansichten, Millionen interessanter Orte (POI's), präzise Navigation, etc... verzichten. Diese "Smartphone Offline-Karten" aktualisieren sich meistens im Hintergrund sobald eine WLAN-Verbindung verfügbar ist.

Legal?

Um das Handy im Auto legal nutzen zu können, bedarf es jedoch einer Halterung, die im Zubehörhandel (z. B. bei www.brodit-shop.de) ab 20 Euro erhältlich ist. Da Handy-Displays und Navi-Apps viel Strom schlucken, empfiehlt sich ein Ladekabel (für Zigarettenanzünder oder USB-Buchse), um am Ziel nicht mit leerem Akku dazustehen.





Car PC

Als Car-PC oder Carputer wird ein (Mikro) PC bezeichnet, der fest in einem PKW oder LKW eingebaut ist, meist mit einem Touchscreen zur bequemen Steuerung.

Datenspeicherung

Die Datenspeicherung wird oft von einer Notebookfestplatte übernommen, neuere Modelle sind flüssigkeitsgelagert und sehr stoßbeständig, was vor allem bei Fahrzeugen mit Sport- oder Gewindefahrwerken sehr wichtig ist, da diese sehr hart federn und es sonst zu Schreib- oder Lesefehlern bis hin zum kompletten Ausfall der Festplatte kommen kann.

Marktverbreitung

Bisher werden Car-PC nur als Zubehör – oft sogar als Bausatz – angeboten.
Eines der ersten Fahrzeuge mit serienmäßigem Car-PC ist die 2012 auf den Markt gekommene Elektro-Limousine Tesla Model S.





Autonomes Fahren

TESLA





Weitere Ausstattung

Sprit sparen

Start-Stopp Automatik

Bremsenergie-Rückgewinnungssystem (Rekuperation)





Kosten

Kosten für den Fahrzeughalter

Fixkosten

Betriebskosten

Anschaffungskosten

Beispielwerte

Von der Allgemeinheit getragene Kosten





Fahrerlaubnis & Führerschein

Mindestalter für den Auto-Führerschein

L17-Ausbildung (Österreich)

Führerscheinklassen

Tipps für den Führerschein (Lernen)





Autohersteller

Liste der "größten Autohersteller gemessen an der Anzahl im Jahr 2017 verkaufter Fahrzeuge (Laut autoscout24.at)", inklusive dessen bekanntesten Unter-Firmen/Marken laut Wikipedia
Logo (Stand 2018, Bilder von Wikipedia/Wikimedia) Name (inkl. Wikipedia-Link) Gründung Hauptsitz Mitarbeiterzahl Umsatz Website Zusatz-Info
Volkswagen (AG) 1937 in Berlin Wolfsburg, Deutschland 655.722 (2018) 235,8 Mrd. EUR (2018) www.volkswagenag.com Die Volkswagen Aktien-Gesellschaft (AG) besitzt viele Unter-Firmen, darunter z.B. SEAT, SKODA, AUDI, LAMBORGHINI, DUCATI, BENTLEY, BUGATTI, PORSCHE, uvm.
- Siehe Wikipedia: Volkswagen AG: Struktur, Marken, Tochtergesellschaften für eine grafische Übersicht
SEAT (S.A.) 1950 Martorell, Spanien 12.626 (2018) 10,202 Mrd. Euro (2018) www.seat.com Seit 1986 gehört Seat zum Volkswagen-Konzern.
Sie war der erste spanische Autohersteller. Durch den Seat 600 konnten sich viele Spanier erstmals ein eigenes Fahrzeug leisten.
Škoda (Auto a.s.) 1895 Mladá Boleslav, Tschechien 32.985 (2017, nur Tschechien) 15,901 Mrd. Eur (407,4 Mrd. CZK) (2018) www.skoda-auto.com Am 16. April 1991 wurde Škoda die vierte Marke des Volkswagenkonzerns. Als weitere Interessenten hatten sich die Automobilhersteller Renault und BMW angeboten, jedoch erschienen deren Zukunftskonzepte weniger überzeugend. Ziel für 2011/12 sei ein günstiges „Weltauto“.
Audi (AG) 1909 in Zwickau (Audi) Ingolstadt, Deutschland 91.477 (2018) 59,25 Mrd. Euro (2018) www.audi.de Die Audi AG ist ein deutscher Automobilhersteller, der seit den 1960ern dem Volkswagen-Konzern angehört und seit den 2000ern zu den Premiumherstellern gezählt wird.
Zur Audi AG gehören seit 1998 der Sportwagenhersteller Lamborghini und seit 2012 der Motorradhersteller Ducati.
Lamborghini (S.p.A.) 1948 Sant’Agata Bolognese, Italien 364 (2018) 933 Mio. EUR (2018) www.lamborghini.com Seit 1998 gehört das Unternehmen als Teil der Audi AG zum Volkswagen-Konzern.
Ducati (Motor Holding S.p.A.) 1926 Bologna, Italien 1.243 (2012) 702 Mio EUR (2015) www.ducati.de Am 18. April 2012 gab Audi bekannt, dass die "Audi AG" 100 % der Anteile an der "Ducati Motor Holding S.p.A." übernehmen wird. Audi teilte weiterhin mit, dass Ducati damit auch in die Volkswagen Group integriert werden soll.
Volkswagen 1937 www.volkswagen.de Ursprung des Markennamens war 1937 das von Adolf Hitler geforderte Projekt zum Bau eines „Volksautos“, das erstmals einer breiten Bevölkerung ein bezahlbares Auto ermöglichen und damit die Massenmotorisierung in Deutschland einleiten sollte.
Wikipedia: Bilder-Historie der Volkswagen-Logos von 1937-2000.
Bugatti (Automobiles S.A.S.) 1998 Molsheim, Frankreich www.bugatti.com Die Volkswagen AG kaufte 1998 die Rechte, Autos unter dem Markenzeichen "Bugatti" zu bauen.
Porsche 1931 Stuttgart, Deutschland 32.325 (2018) 25,8 Mrd. Euro (2018) www.porsche.com Die Porsche AG ist seit 2009 Teil des Volkswagen-Konzerns. Ursprung des Unternehmens ist ein 1931 von Ferdinand Porsche in Stuttgart gegründetes Konstruktionsbüro, das nach 1945 in einer Automobilfabrik aufging, die vor allem Sportwagen produzierte.
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Toyota 1937 Toyota, Japan 369.124 (1. Quartal 2018) 244 Mrd. Euro (GJ 2018) www.toyota-global.com Im Jahr 2016 stellte das Unternehmen ca. 10,2 Millionen Fahrzeuge her und war damit vor der Volkswagen AG (10,1 Millionen Fahrzeuge) nach Produktionszahlen der weltweit größte Autobauer.
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Daimler (AG) 1998 Stuttgart, Deutschland 298.683 (31. Dezember 2018) 167,4 Mrd. EUR (2018) www.daimler.com Die Daimler AG mit Sitz in Stuttgart ist ein börsennotierter deutscher Hersteller von Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen. Ihre bekannteste Marke ist Mercedes-Benz:
Mercedes-Benz 1926 www.mercedes-benz.de Mercedes-Benz ist eine eingetragene Handelsmarke für Automobile der Daimler AG.
Die Marke Mercedes-Benz ist von dem Geschäftsbereich Mercedes-Benz Cars (MBC) zu unterscheiden, der neben der PKW-Marke Mercedes-Benz auch die Marke Smart führt.
Mercedes-Maybach 2014 www.mercedes-benz.com: mercedes-maybach Mercedes-Maybach ist seit Ende 2014 eine Ergänzungsmarke der deutschen Automobilmarke Mercedes-Benz.
Sie folgt auf die bis dahin bestehende Maybach-Manufaktur, eine Sparte der Daimler AG, die luxuriöse Limousinen der Marke Maybach produzierte und verkaufte.
Mercedes-AMG GmbH (auch einfach nur AMG genannt) 1967 Affalterbach, Deutschland 1.500 (2017) www.mercedes-amg.com Die Mercedes-AMG GmbH – auch einfach nur AMG genannt – ist eine Tochtergesellschaft der Daimler AG und als diese zuständig für die High-Performance-Fahrzeuge des Konzerns.
smart 1994 www.smart.de Die Firma "Smart" stellt hauptsächlich Leichtfahrzeuge und Kleinwagen her, darunter der Fortwo und der Forfour.
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Ford (Motor Company) 1903 Dearborn, Michigan, Vereinigte Staaten 202.000 (2017) 130,9 Mrd. Euro (2017) www.ford.de Wie Volkswagen besitzt die "Ford Motor Company" mehrere "Unter-Firmen/Marken".
Die Ford Motor Company ist nach Toyota, Volkswagen, General Motors und Hyundai der fünftgrößte Autohersteller weltweit (Stand 2014).
Mit der Einführung der Fließbandproduktion im Jahr 1913 brachte Ford einen radikalen Umbruch in der neu entstehenden Autoindustrie.
Jaguar (Cars) 1922 www.jaguar.com Ab Ende 1989 gehörte das Unternehmen zur Premier Automotive Group von Ford, die es im März 2008 zusammen mit Land Rover an Tata Motors verkaufte.
Mazda 1920 Fuchū, Hiroshima, Japan 48.849 (2017) www.mazda.com Die Ford Motor Company kaufte 1979 25 Prozent der Anteile an Mazda und erhöhte 1996 ihren Anteil auf 33,4 Prozent. 2008 verkaufte sie 20 Prozent ihrer Anteile und 2010 verringerte sie ihren Anteil auf 3,5 Prozent. Im Jahr 2015 verkaufte sie ihre restlichen Anteile und ist nun nicht mehr am Unternehmen beteiligt.
Volvo (Car Corporation) 1927 Torslanda, Göteborg, Schweden 38.000 23,539 Mrd. EUR www.volvocars.com Unter-Firma der Ford Motor Company
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General Motors (Company) (GMC) 1908 / Neugründung 2009 Detroit, Michigan,Vereinigte Staaten 180.000 (2015) 130,7 Mrd. EUR (2015) www.gm.com Die General Motors Company (GMC) ist ein global operierender US-amerikanischer Automobilkonzern, dem weltweit mehrere Marken gehören. Ihre bekanntesten Marken sind Opel und Chevrolet:
Opel (Automobile GmbH) 1862 Rüsselsheim am Main, Deutschland 35.600 (18.250 in Deutschland); (Mai 2017) 18,3 Mrd. EUR (2018) www.opel.de Opel war in Europa die Hauptmarke von General Motors.
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Fiat (S.p.A.) 1899 Turin, Italien 225.587 86,82 Mrd. EUR www.fiatspa.com Zum Fiat-Konzern gehörten unter anderem die Automarken Fiat, Fiat Professional, Alfa Romeo, Lancia, Maserati, Chrysler, Ram Trucks, Dodge, Mopar und Jeep, sowie Ferrari zu 90 Prozent.
Fiat 11. Juli 1899 Turin, Italien www.fiat.com Unter-Firma der Fiat S.p.A.. Unter diesem Namen werden Personenkraftwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Fiat Professional) gefertigt und vertrieben. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts werden Fiat-Fahrzeuge nach Deutschland exportiert.
Ferrari 1947 Amsterdam, Niederlande Niederlande 3.651 (2018) 3,42 Mrd. EUR (2018) www.ferrari.com Ferrari ist ein italienischer Automobilhersteller von Sportwagen und Formel-1-Fahrzeugen.
Das Unternehmen wurde 1947 vom ehemaligen Rennfahrer Enzo Ferrari gegründet und gehörte bis 2016 mit rund 80 Prozent zu Fiat Chrysler Automobiles.
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Honda 1948 Tokio, Japan 215.638 (2018) 104,1 Mrd. EUR (2015) world.honda.com Mit einer Jahresproduktion von 22 Millionen Motoren ist Honda der größte Motorenhersteller der Welt. Neben Toyota ist Honda einer der wenigen unabhängigen japanischen Automobil- und Motorradhersteller. Hondas Profil in der Öffentlichkeit ist auch geprägt durch seine Aktivitäten im Motorsport.
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Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft (BMW AG) 1916 München, Deutschland 134.682 (2018) 97,480 Mrd. EUR (2018) www.bmwgroup.com Der Konzern hat sich vor allem seit den 1960er Jahren unter der Marke BMW als Hersteller hochpreisiger, komfortabel ausgestatteter und gut motorisierter Reisewagen mit sportlichem Anspruch einen Namen gemacht und zählt damit zu den sogenannten Premiumherstellern. Daneben zielt die Marke Mini mit Retro-Modellen auf jüngere, lifestyle-orientierte Kundschaft ab, während bei Rolls-Royce in geringer Stückzahl höchstpreisige Luxuslimousinen entstehen.
Hyundai (Motor Company) 1967 Seoul, Südkorea 68.383 (2017) 77,15 Mrd. EUR worldwide.hyundai.com Seit 2015 ist Albert Biermann, der zuvor stellvertretender Entwicklungschef der BMW M GmbH war, Entwicklungsvorstand der Hyundai Motor Group.
Um auf dem europäischen Markt anfangs der 1990er Jahre Fuß zu fassen, verfolgte die Hyundai Motor Company ähnlich wie japanische Automobilhersteller 20 Jahre zuvor eine aggressive Preispolitik (verbunden mit einer großzügigen Serienausstattung).
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Renault 1898 Boulogne-Billancourt, Frankreich 120.136 (31. Dez. 2015) 59,8 Mrd. EUR(2017) group.renault.com Nach der strategischen Allianz zwischen Renault und Nissan im Frühjahr 1999 ist Renault-Nissan einer der größten Automobilhersteller der Welt.
Nissan 1933 Yokohama, Japan 138.893 (September 2019) 101 Mrd. EUR (GJ 2018) www.nissan-global.com Im Jahr 1999 bildete Renault mit Nissan die Allianz Renault-Nissan und hält seitdem 43,5 Prozent der Nissan-Aktien.
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Tesla (Inc.) 2003 Palo Alto, Vereinigte Staaten 48.817 (2017) 19,35 Mrd. EUR www.testla.com Tesla, Inc. (bis 1. Februar 2017 Tesla Motors) ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das Elektroautos sowie Stromspeicher- und Photovoltaikanlagen produziert und vertreibt.
Als Ziel des Unternehmens wird „die Beschleunigung des Übergangs zu nachhaltiger Energie“ genannt.
In der Öffentlichkeit sind sie vor-allem für Ihre vollkommen-elektrischen, futuristischen Automobilfahrzeuge mit integriertem " Autopilot" und dessen Features bekannt.